Durchgefallen.
Gerade bei Robert Basic gefunden:
Das FAIL Blog, eine Sammlung altbekannter und (für mich zumindest) neuer Fail-Bilder. Ganz großes Kino!
Ich habe aus meinem persönlichen Archiv mal einen eigenen Vorschlag geshopped:

"Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too?"
- Douglas Adams, The Hitchhikers Guide To The Galaxy
Gerade bei Robert Basic gefunden:
Das FAIL Blog, eine Sammlung altbekannter und (für mich zumindest) neuer Fail-Bilder. Ganz großes Kino!
Ich habe aus meinem persönlichen Archiv mal einen eigenen Vorschlag geshopped:

[via]
In den Vereinigten Staaten ist die auf Darwins Origin basierende Evolutionstheorie bekanntlich heftig umstritten. Es handelt sich dabei allerdings nicht, wie man zunächst denken könnte, um eine wissenschaftliche Debatte. Vielmehr versuchen bibeltreue Kreationisten (und Vertreter des fuchsigen “Intelligent Design”, das auf Bibelzitate verzichtet um diesen Blödsinn im Biologieunterricht platzieren zu können) die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit der Evolutionstheorie mit frei erfunden Dummheiten zu unterwandern.
In Florida wurde kürzlich aufgrund neuer Proposed Standards für den dortigen Biologieunterricht der Ring für die nächste Runde frei gegeben.
Die christliche Baptist Press lässt in der Einleitung des Artikels bereits ihre erstaunliche Fachkunde in wissenschaftlichen Fragestellungen erkennen:
As in other states, the debate involves whether evolution should be presented as a fact or a theory.
Ein Klassiker. Man kann es anscheinend nicht oft genug sagen: Die Theorie ist (im wissenschaftlichen Sprachgebrauch) die höchste Form wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns! Das mag zwar nicht besonders intuitiv sein, aber trotzdem ist es eine Tatsache. Wenn ein Wissenschaftler von einer Theorie spricht, dann meint er damit ein in sich widerspruchsfreies, durchs Feuer permanenter Falsifikationsversuche gegangenes und bisher unwiderlegtes System von Sätzen. Erst wenn sich eine Hypothese auf diese Art bewährt hat, wird sie in den erlauchten Kreis der anerkannten Theorien aufgenommen und unterliegt selbstverständlich weiterhin der strengen Prüfung: Wird sie irgendwann widerlegt, muss sie verworfen werden. Das ist im Fall der Evolutionstheorie beinahe 150 Jahre lang erfolglos mit äußerster Strenge versucht worden, weswegen die Theorie unter Fachleuten auch praktisch ausnahmslos anerkannt wird. Dennoch wird sie nicht, wie unterstellt, als “Fakt” oder “Dogma”, sondern als Theorie im vorgestellten Sinne gesehen und selbstverständlich auch gelehrt. Es ist durchaus tragische Ironie, dass die lautstärksten Vertreter haltloser Dogmen dieses Argument immer wieder anführen.
Ken Kendall, Vertreter der Baptist Church in Jacksonville, schießt dann noch den Vogel ab:
The language in the proposed standards, Kendall said, is dogmatic when it asserts that “evolution is the fundamental concept underlying all biology.”
Referring to the discovery that Pluto no longer is considered a planet by scientists today, Kendall said scientific opinions can change as scientists explore new information.
Nein, es ist eben nicht dogmatisch. Die Evolution ist ein fundamentales Konzept fast aller Bereiche der Biologie, zumindest nach dem heutigen Stand der Forschung. Die Krönung ist der nächste Satz, mit dem er dann sein eigenes argumentatives Kartenhaus zum Einsturz bringt.
Da wir Biologen leider auch nicht über Kristallkugeln verfügen, können wir entweder das unterrichten, was wir bisher gesammelt haben oder gar nichts. Kendall wäre dann wahrscheinlich für gar nichts, aber er ist für den Biologieunterricht zum Glück auch nicht verantwortlich.
Was der Artikel allerdings wie immer vermissen lässt sind konkrete Vorschläge der Kritiker, wie ein besserer wissenschaftlicher Biologieunterricht denn auszusehen hätte…
Auf dem Brights-Blog bin ich gestern auf den infamen Antrag des Bundesfamilienministeriums aufmerksam geworden, die Verbreitung des satirischen Kinderbuchs “Wo bitte geht’s hier zu Gott? fragte das kleine Ferkel” im Rahmen eines Indizierungsantrages wegen angeblich jugendgefährdender Schriften zu verhindern.
Die ganze zugrundeliegende Pressemitteilung kann beim humanistischen Pressedienst nachgelesen werden.
Auf den ersten Blick denkt man bei der Meldung an einen schlechten Scherz. Zur Illustration habe ich hier auch das Cover des Buches eingebunden (das zu lesen ich bisher leider keine Gelegenheit hatte). Je mehr ich aber darüber nachdenke, desto logischer und verwerflicher wird diese Geschichte:
Die großen Kirchen, alle wie sie da sind, sind für die Rettung ihrer schwindenden Mitgliederzahlen doch unbedingt auf die frühkindliche Indoktrination angewiesen. Sicher werden auch ältere Menschen noch zum Ausschalten ihres Verstands Glauben bekehrt, aber doch in viel zu geringem Maße. Ich behaupte einfach mal dass ein junger Mensch, der bis ungefähr zur Pubertät keine Bindung an eine Kirche hat, mit großer Wahrscheinlichkeit für diese verloren ist.
Damit würde sich auch der heuchlerische Versuch erklären, bei jeder Möglichkeit auf das Recht zu pochen, die Kinder religiösen Lehren jeglicher Art auszusetzen, Vertretern eines rationalen, naturalistischen Weltbildes dieses Recht aber absprechen zu wollen.
Ich hoffe jedenfalls sehr, dass die Bundesprüfstelle die offenbar haltlosen Argumente als solche erkennt und den Antrag ablehnt.
Nachtrag: Auf der Seite www.ferkelbuch.de wurde bereits eine Unmenge interessanter Informationen zu diesem Thema zusammengetragen und auch eine Unterstützerliste eingerichtet.
Na gut, dann fang ich halt mit einem halbfertigen Blog an zu bloggen. macht auch viel mehr Spaß als dieses blöde Wordpress einzurichten…
Die Süddeutsche Zeitung hat heute den dritten Teil der Serie “Zeitenwechsel” zur aktuellen hitzigen Debatte der “Blogger als Amatuerjournalisten” gegen “die Profis aus dem Printbereich” veröffentlicht. Das Interview wurde mit Simon Waldman der britischen Guardian Media Group geführt und ist recht lesenswert. Es geht zwar in diesem Fall gar nicht wirklich um die Blogger, sondern eher um die neuen technischen Möglichkeiten, Nachrichten online zu aggregieren etc. Dennoch legt die Artikeleinleitung (und die Überschriften der beiden anderen Interviews) recht nahe, die Raison d’Être der gesamten Serie sei der Blogger als Gefahr für den professionellen Journalisten.
Möglicherweise ist der Herr Waldman ja dadurch, dass er Group Director of Digital Strategy and Development ist, ein wenig befangen. Seiner Auffassung, dass die britische Presse die Veränderungen überwiegend eher als Chance sieht und sehen sollte denn als Bedrohung, kann ich mich dennoch nur anschließen.
Die neuen Möglichkeiten durch die immer schnellere technische Entwicklung könnte man aus meinem biologischen Blickwinkel als starken selektiven Druck betrachten. Es nützt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, weiterzumachen wie bisher und als Abwehrmaßnahme polemische Artikel über die unseriösen Blogger zu verfassen. Nur die Anpassung an die neuen Bedingungen sichert das Überleben und kann diejenigen mit der richtigen Anpassungsstrategie durchaus auch gestärkt aus dem Anpassungsprozess hervorgehen lassen. Der Blogger ist als subjektive und – normalerweise vorsätzlich – voreingenomme Quelle für den Ersatz klassischer Nachrichtenformate meiner Ansicht nach sowieso nicht geeignet. Vielleicht lassen sich z.B. die Feuilletons teilweise ersetzen, die eigentliche Berichterstattung aber nicht.
Willkommen auf meinem neuen – vorerst unfertigen – Weblog, wie auch immer du hierher gefunden haben magst. Da ich sicher einige Zeit damit verschwenden werde benötige, um alles ordentlich einzurichten wird das erste vernünftige Posting wohl noch ein wenig auf sich warten lassen (man hat ja auch noch andere Dinge zu tun…). Bis es so weit ist muss dieses “Hello World” hier reichen, außerdem würde ich mich über kritische Anregungen und Tipps zum Stand der Dinge und vor allem zur technischen Umsetzung sehr freuen.
Es schadet auch nicht, schon mal meinen RSS-Feed zu abonnieren, damit du die offizielle Eröffnung auf gar keinen Fall verpasst.
Ich werde an dieser Stelle in Zukunft über spannende Erkenntnisse und alles, was mich sonst interessiert, berichten, mich ungefragt in die Debatte(n) um die Evolutionstheorie, religiöse Weltbilder und den Glauben im Allgemeinen einmischen, einfach mal ins Blaue philosophieren und von Zeit zu Zeit lustige Fundstücke aus dem Netz präsentieren. Ich freue mich bzw. hoffe auf interessante und anregende Diskussionen!
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