Der weltweit führende Anbieter hochwertiger Solarstromenergie „SolarWorld” hat die vollständige Integration der Solarparc AG zu 95 Prozent erreicht.
SolarWorld erwarb 95 Prozent der Solarparc-Aktien und kommt so dem Plan, die Solarparc AG in eine GmbH als Tochtergesellschaft umzuwandeln, unheimlich nah. Für Solarparc „haben sich die partnerschaftlichen Beziehungen zum SolarWorld Konzern immer bewährt“ und die anstehende Integration würde Herausforderungen, aber vor allem Chancen für den Konzern eröffnen.
Beide Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Bonn und verfolgen bereits ähnliche Ziele. Sie zeigen ihre Stärken in der Entwicklung schlüsselfertiger Solarstromanlagen.
SolarWorld ist international aktiv und hat bereits Niederlassungen in Singapur, Südafrika, Spanien, Frankreich und in den USA.
In Entwicklungsländern unterstützt die Firma unter dem Namen „Solar2World“ zahlreiche Hilfsprojekte, um die regionale, netzfreie Stromversorgung zu unterstützen und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.
Mit der Übernahme des weitaus kleineren Konzerns erhofft sich SolarWorld eine Entfaltung des Projektbaus und eine weitere internationale Ausweitung, vor Allem in Indien und Südafrika.
Das Geschäftsprinzip des Unternehmens setzt auf Nachhaltigkeit, sowie Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Bereits 2008 versuchte die Handelsgesellschaft so, alle deutschen Opel-Werke, sowie den amerikanischen Mutterkonzern General Motors zu übernehmen und zum „ersten grünen europäischen Autokonzern“ weiterzuentwickeln. SolarWorld war bereit, für eine Übernahme 250 Millionen und Banklinien von 750 Millionen Euro zu zahlen, General Motors lehnte das Angebot jedoch ab.
Um hingegen Solarparc komplett in das Unternehmen zu integrieren, fehlen nun lediglich 5 Prozent der Aktien. Um die Anteile der Minderheitsaktionäre nun auch noch übernehmen zu können, machte die SolarWorld AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot, bei dem als Gegenleistung eine Stückaktie des eigenen Unternehmens angeboten, welches rund 26 Prozent über dem durchschnittlichen Börsenkurs der Solarparc-Aktien lag.
Dieser Tauschvorschlag war jedoch nur ein vorübergehendes Angebot, später bot der Konzern ausschließlich einen Geldbetrag von 7,36€ pro Aktie an.
Innerhalb des letzten Jahres jedoch ist die Solarparc-Aktie auf einen Wert von ganzen 10 Euro gestiegen, während die SolarWorld-Aktie auf närrische 4,15€ gesunken ist. Der Verkauf einer Solarparc-Aktie an die SolarWorld AG würde sich also für Aktionäre kaum als vorteilhaft erweisen.
Um also die vollständige Fusion der Unternehmen realisieren zu können, muss auf ein Sinken der Solarparc-Aktienwerte, beziehungsweise eine Verbesserung der eigenen Börsenkraft gehofft werden.