Eine Dividende bezeichnet den Betrag, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet, sie wird daher auch Gewinnausschüttung oder fachlich auszuschüttender Betrag genannt. Die Höhe der Dividende ist abhängig von dem Gewinn des Unternehmens, dem Beschluss der Hauptversammlung, sowie der Anzahl der gekauften Aktien.
Wird nun bei einer Hauptversammlung für eine bestimmte Dividende gestimmt (eine einfache Mehrheit reicht hier aus), so erhalten die Aktien-Besitzer meist am folgenden Tag – an dem sogenannten „Ex-Tag“ – eine bestimmte Summe an Geld, in Einzelfällen auch Wirtschaftsgüter wie Aktien von Tochtergesellschaften o.Ä..
In Deutschland genügt es, die Wertpapiere an dem Tag der Hauptversammlung erworben zu haben, während in anderen Ländern ein „Record Date“ als Stichtag für den Anspruch an Dividenden gilt.
Um Dividenden anzugeben gibt es mehrere Möglichkeiten, meist geschieht dies in Form eines Geldwertes. Die Siemens AG entschied sich so am 24.01. diesen Jahres beispielsweise für eine Dividende von 3 Euro pro Aktie. Eine weitere Möglichkeit, eine Dividende anzugeben, ist die Form der „Dividendenrendite“. Sie beschreibt den Prozentsatz an dem Gesamtwert einer Aktie. Der Wert einer Siemens Aktie beträgt momentan 72,57 Euro, die Gewinnausschüttung machte demnach 4,08% aus.
Viele Aktionäre machen ihre Investitionen von dieser Rendite abhängig. Die „Dogs of the Dow“ ist eine Anlagestrategie, die eben dieses Ziel verfolgt, durch Renditen einen höheren Gewinn zu erzielen als der Gesamtmarkt.
Bei dem Großteil der DAX-Dividenden pendeln diese Werte z.Z. zwischen 1 und 3%, man findet jedoch auch starke Abweichungen, wenn man sich die Prozentsätze letzten Jahres anschaut. Während die Heidelberg Cement AG lediglich bei 0,5% lag, verteilte die RWE AG eine Dividende von 8,15%. Da viele Automobil-Konzerne voriges Jahr einen hohen Gewinn gemacht haben, ist so in diesem Jahr eine Erhöhung der Dividenden, beispielsweise die Dividende der Daimler AG, zu vermuten. Hat ein Unternehmen im Gegensatz Verluste gemacht, folgt eine Senkung oder sogar ein kompletter Wegfall der Dividende, bereits vor der Hauptversammlung können also Erwartungen aufgestellt werden.
Teilweise ist es sogar üblich, Aktionäre bis zu 4 mal pro Jahr zu entlohnen. In Deutschland werden Dividenden jedoch lediglich einmal jährlich ausgezahlt. Dies geschieht meist in einer Spanne von Januar bis Juni, in der die meisten Hauptversammlungen stattfinden.