Beyond Reasonable Doubt

A life scientist’s thoughts on life science, evolution, religion and a bit of anything
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"Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too?"

- Douglas Adams, The Hitchhikers Guide To The Galaxy


Archive for the ‘Wissenschaft’


Abgefahren

Nerds. :-D

[via]

Buchempfehlung

Heute gibt’s endlich mal wieder ein vernünftiges Update, das sogar länger als zehn Zeilen ist. :-)

Ich habe mir auf einen Tipp von Scheff hin vor ein paar Wochen das Buch The Biology of Cancer von Robert Weinberg bestellt. Es ist ziemlich neu (1. Ausgabe von Mai 2006, das Paperback ist glaube ich erst 2007 erschienen), im Moment also so aktuell wie es eben geht. Abgerundet wird es durch die allgegenwärtige CD mit allen Abbildungen, zusätzlichen Informationen usw. und ein Poster mit den wichtigsten Cancer Pathways von Cell Signaling. Das ist zwar gewohnt unübersichtlich, sieht dafür aber gut aus.

Der Autor ist natürlich selbst Krebsforscher und hat immens wichtige Beiträge zum Verständnis von Krebserkrankungen geleistet. Den meisten die sich schon mit dem Thema befassen dürfte er sowieso ein Begriff sein.

Nun aber zum Buch: Ich muss zugeben, dass ich selbst erst zu einem guten Drittel durch bin. Zuerst hat mich der Versand vom Lesen abgehalten, denn das Buch war drei Wochen unterwegs. Ich habe es bei Amazon.com bestellt, so hat es mich am Ende nur 38 Euro und eine Fahrt zum Zollamt gekostet. Den Umweg kann ich beim derzeitigen Dollarkurs also nur jedem ans Herz legen… Danach hat mich auch noch das neue Buch von Ken Follet aufgehalten, dass immerhin 1200 Seiten stark und ebenfalls sehr zu empfehlen ist. ;-)

Wie auch immer, das Buch ist vorwiegend als Lehrbuch konzipiert und beginnt mit einer recht knappen Einführung in das benötigte Vorwissen, von Darwin und Mendel bis zu etwas molekularbiologischem Grundwissen. Dabei bemerkt man auch von Anfang an die Stärke des Buches: Es werden selten nur die Erkenntnisse zusammengefasst, sondern meist auch auf die Geschichte eingegangen, welche Gedanken und Experimente zu diesen geführt haben und wie sie durchgeführt wurden. Das macht den Text nicht nur plastischer, sondern auch interessanter zu Lesen.
Natürlich gibt’s dazu jede Menge Abbildungen, Zusatzkästen mit weiterführenden Informationen usw.

Es würde jetzt zu weit gehen, den Inhalt hier zusammen fassen zu wollen. Es wird eben, so weit ich das beurteilen kann, praktisch jeder Aspekt der aktuellen Krebsforschung beleuchtet und der Stand der Dinge präsentiert.

Das Buch ist also nicht nur als Lehrbuch für Studenten der Life Sciences interessant, sondern auch für Forscher, die ein paar Lücken schließen und/oder sich ein möglichst vollständiges Nachschlagewerk ins Regal stellen möchten.

Re-Pet

Lese gerade im Wissenschaftsteil der NYT: Eine in Seoul ansässige Firma hat den ersten Auftrag für einen Klon-Hund erhalten. Eine Kalifornierin lässt ich für schlappe $150.000 ihren guten alten Booger in der Version 2.0 nach Hause liefern. Als Template hält ein Ohr des verstorbenen Caniden her, das Sie rechtzeitig in ihrem Eisschrank cryokonserviert hat. (Urks. Zwischen Pizza und Vanille-Eis wahrscheinlich. Man ist das kaputt.)

Erinnert mich gerade an den Schwarzenegger-Streifen The Sixth Day (war doch der, oder?). Science-Fiction goes real-life… Ob das jetzt Sinn der Sache ist darf finde ich gerne diskutiert werden. Das wäre doch mal ein Thema für die Kirchen. Dann könnte man die Leute bei ihrer sinnvollen Forschung an ESC in Ruhe lassen.

Paper abarbeiten

…ist ungefähr so wie der Kampf gegen die Hydra. Während man eine liest, notiert man sich mindestens drei der Referenzen. Und der Stapel wächst und wächst… Gut, dass die meisten wenigstens interessant sind. ;-)

Übrigens auch der Grund für die momentan fehlenden Updates hier… So, jetzt aber weitermachen.

Researchblogging

Ich habe vor einiger Zeit versucht, dieses Blog für das Projekt researchblogging.org anzumelden. Researchblogging (RB) aggregiert vernünftige Blogpostings über peer-reviewed research, die nicht einfach aus einem oder zwei schnellen Links, sondern aus einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der jeweiligen Veröffentlichung bestehen müssen. Als Bonus zur Aufmerksamkeit über RB gibt’s ein schickes Icon, mit dem man seine Postings auszeichnen kann. Hat also etwas von einem unabhängigen Qualitätsnachweis.

Leider habe ich von Dave die Antwort erhalten, dass der Dienst bisher nur  für englischsprachige Blogs vorgesehen ist. Er schrieb aber gleichzeitig folgendes:

We do plan on supporting other languages in the future, but it will probably be at least a few months before we are able to do that. What you can do in the meantime is see if you can generate some interest among other bloggers in your language — it’s important to get a critical mass of bloggers in a given language before we bring a new language online. We need a community of bloggers in each language to ensure that the blogging meets our guidelines.

Falls du also als deutschsprachiger Blogger über aktuelle Forschung schreibst und Interesse hättest, diese Postings bei RB zu aggregieren, würde ich mich über einen entsprechenden Kommentar freuen. Ich habe Dave auch mal meine Hilfe bei der Umsetzung/Administration angeboten, falls du auch daran Interesse hättest würde das sicher helfen.